Familien-Liste von Andre Gressler (ohne Adel) - Person Sheet
Familien-Liste von Andre Gressler (ohne Adel) - Person Sheet
NameGeorg (1591-1645 Büchsenhdlr. Hoffnung) Klett 73
Birth Dateca 156831,1
Birth PlaceSuhl
Death Date15 Jul 164531
Death PlaceSuhl
Misc. Notes
[1591 bis 1594 heiraten drei Georg Klett in Suhl (Diskussion dazu siehe unten)]1;
“Georg Klett, Rohrschmied und Büchsenhändler in Suhl, * err. 1568, † Suhl 15.7.1645, ∞ Suhl 24.11.1591 Anna Kummer”73; 1619 oberster Büchsenhändler (s.u.)31; 1637 Senator in Suhl (s.u.)31; Erbhuldigung Suhl 1606, Lauwetter:Georg Kletten. Schmidte vnd bohrmühlen190; er stiftet 1625 einhundert Gulden für arme Schüler (s.u.)38; 1628 muss er wegen der Mordtat seines Sohnes Hans, gewesenen Studenten in Jena, noch Schulden bezahlen (s.u.)374;

Georg Klett liefert vor 1600 große Anzahl Waffen nach Ungarn und Krakau (s.u.)375; sein Sohn Balthasar in seinem Auftrag 1626 nach Dresden, Schlesien, Liegnitz und Breslau376;

1598 Besitzer (zusammen mit seinem Vater Valten Klett) der Bohr- und Schleifmühle “an der Chaussee” am Mühlwasser [später auch SPANGENBERGische Bohrmühle genannt], unterhalb der Struth377;

Im Jahre 1600 erwähnt der Suhler Chronist Wendel, dass Georg Klett Gewehre in die Schweiz und nach Genf liefere, wobei er einst beinahe in der Rhone ertrunken wäre378 ;

Im Jahre 1598 beschweren sich die Suhler Valten und Georg Klett über die Absicht des Zellaer Einwohners Simon Stör, bei seiner seit längerem bestehenden Bohr- und Schleifmühle in der Struth (Zellaer Boden) einen Sammelteich anzulegen. Sie führen an “daß sie in ihren Bohr- und Schleiffgewergken, so darunter gelegen, nicht sicher sind”, womit höchstwahrscheinl. eine evtl. Wasserknappheit gemeint war377;

“Georg Klett sen., arbeitete als Rohrschmied und Büchsenhändler in Suhl, ebenso wie dessen Vorfahren Valtin Klett und Stefan Klett. Die Familie läßt sich bis um 1530 zurückverfolgen, ist also mit dem Büchsenmacherhandwerk seit dessen Existenz in Suhl verbunden.345;

1626 liefern Georg und Balthasar Klett auf Wunsch Wallensteins Waffen an den Kaiser; diese werden aber beanstandet (näheres siehe bei seinem Sohn Balthasar)379;

Bei der Leichpredigt für seinen Sohn Balthasar 1626 wird er “der Erbare vnd Wolgeachte George Klette / Hammermeister / Rohrschmidt vnd Handelsmann zu Sula” genannt; dieser sein Sohn sollte Gewehre nach Dresden, Schlesien, Liegnitz und Breslau schaffen und kommt dabei bei einem Pistolenunfall in Dresden ums Leben376;

Zur Leichenpredigt seines Schwiegervaters Jost Streitlein im Mai 1622 wird er “Herr Georg Klett/der älter/Bürger und fürnemer Büchsenhändler in Suhla” genannt314;

Wallenstein, der im 30jährigen Krieg gefürchtete Feldherr, kaufte bei den Suhler Händlern Georg Klett, Hans Heyelmann, Valentin Cronenberger, Hans Stör, Baltasar Klett und Anton Frey Aldenhoven Waffen.380 Auch mit diesen eigenen Waffen wurde Suhl am 15.10.1634 dem Erdboden gleichgemacht.1;

“Valentin und Stephan Klett und Claus Reitz hatten schon im Jahre 1586 zwei so bedeutende Fabriken, daß sie in der Schweiz 2000 verschiedene Feuergewehre und 500 Präzisionsmusketen auf einmal zu liefern vermochten. Georg Klett übernahm große Lieferungen nach Ungarn und nach Krakau. Simon Store lieferte im Jahre 1600 6000 Rohre mit dem königlichen Wappen nach Dänemark.375;

Am 26.2.1591 wird er Taufpate in Suhl: “Johannis Fritzen, al. Hänlejns filiolus, susceptore Georgio, Valentjnj Klette filio.”31;
Am 24.4.1591 wird er Taufpate in Suhl: “Georgij Hayn, Müllers fjliolus: teste Valentjnj Kletten fjlio. Georgio.”31;

1. Heirat Suhl (Hauptkirche), 24.11.1591: “Georgius Klett Valentinj Kletten fil. & Anna Johannis Kummers Schlauchg. fil. 24. IXbr.”31;

Am 13.1.1593 wird er Taufpate in Suhl: “Valentjnj Rauschij Infantulus ab obstetrjce noctu baptjzatus, Compatre designato quodem, sed ob locaRy interuallum & Vjtie perjculum, non adhjbjto Georgio Clettio, Val. fil. marjto.”31;
1594 (bei der Taufe seines Sohnes Valentin) “Schlauchgartiani31;
Am 10.7.1594 wird er Taufpate in Suhl: “Domjnj Johannis May, Scriba jnfantulus, Compatre Georgio Clettio, Valentjnj filio, marjto.”31;
Am 26.1.1597 wird er Taufpate in Suhl: “Stephanj Burschen Lanij Infantulus sponsoro Natalitio Georgio Clettio in der Hoffnung”31;

1597 wird sein Sohn Georg “in der Hoffnung bey Suhl” geboren346;

Am 29.8.1601 wird er Taufpate in Suhl: “Iohannis Hartung, uulgo Ullulinehansen filiolus compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 4.10.1601 wird er Taufpate in Suhl: “Thomæ Rauschen fabri Tormentarij filiolus, compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;

2. Heirat Schleusingen (KB Hauptkirche Suhl), 4.11.1601: “Georgius Klett Hoffnungius Viduus & Elisabetha, dn. Iodoci Streitleins senatoris et Ædilis silusiani filia. 4. Nouembr. Schleusingæ”31;

Am 21.12.1603 wird er Taufpate in Suhl: “Laurentij Tribelij steinauij filiolus Georgius, Compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 19.2.1604 wird er Taufpate in Suhl: “Casparj Chöleri filiolus, Compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 8.9.1604 wird er Taufpate in Suhl: “Georgij Hornefferj sartoris filiolus, Compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;

Am 15.4.1605 erhält ein Medikus aus Nürnberg wohl wegen schwerer Krankheit das Abendmahl bei Georg Klett in Suhl verabreicht: „Balthasar Groß Chirurgus et ledotomus [dieses Wort in griech. Buchstaben] Norimberg: in ædib. Georgij Clettij Hoffnungj grauter decumbens.“38 [Hatte sich Georg Klett diesen Medikus extra aus Nürnberg kommen lassen?]1;

Am 9.3.1606 wird er Taufpate in Suhl: “Iohannis Hoffmanni bkulolonis [in griech. Buchstaben] filiolus Compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 11.8.1606 wird er Taufpate in Suhl: “Iacobi Schmidleins metallici filiolus compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 4.12.1606 wird er Taufpate beim Erstgeborenen des neuen Suhler Diakons: ”Georgius Christophorus Reuerendi viri dn. Andreæ Lattermanni diaconi Inferioris filiolus primogenitus, susceptore Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 2.3.1608 wird er Taufpate in Suhl: ”Christophori Hoffmanni Tubicinis filiolus compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 15.10.1608 wird er Taufpate in Suhl: “Iohannis Jacobi alutarij filiolus compatre Iohannes Georgius, compatre [exakt so!] Georgio Clettio Hoffnungio”31;
Am 20.8.1609 wird er Taufpate in Suhl: “Pauli Pfuels Lanij filiolus Elias susceptore Georgio Clettio Hoffnungio.”31;
Am 14.9.1610 wird er Taufpate in Suhl: “Georgij Ganß Meiningæ huc profecti filiolus, susceptore Georgio Clettio Hoffnungio”31;
Am 8.10.1611 wird er Taufpate in Suhl: “Sigismundi Stockmars saltuarij filiolus primogenitus (dem Erstgeborenen], Compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;

Am 10.6.1612 heiratet seine Tochter in Suhl: “Iohannes Fritz Georgij ∫ molitoris filius & Maria Georgij Clettij Hoffnungij filia.”31;

Am 31.12.1612 wird er Taufpate beim Kind seiner Schwester: “Viti Steigerwaldi filiolus compatre à Georgio Cletten Hoffnungio puerperæ fratre, nonrine absentis parentis, exorato Vito Tribelio Schlauchgartiano.”31;

Am 16.8.1615 heiratet seine Tochter in Suhl: “Valentinus Krach Melchioris filius relictus & Anna Georgij Cletten Hoffnungij filia.”31;

Am 9.2.1617 wird er Taufpate in Suhl: “Caspari Wendels filiolus compatre Georgio Clettio Hoffnungio.”31;

Am 25.11.1618 heiratet sein Sohn in Suhl: “Georgius Clett Georgij ∫ Hoffnungii filius. Elisabetha Sigmundi Werners senatoris schleusingensis filia.”31;

Am 17.8.1619 lässt er eine Tochter in Suhl taufen: “Georgij Clettij senioris, ciuis et Tormentorum negociatoris primarij filiola, teste Ursula Viti Müllers quarti scholæ collegæ et æditui coniuge.”31;

Bei der Belagerung von Bautzen im Juni 1620 wurden den Truppen unter anderm aus dem Zeughaus etwa 1000 Gewehre geliefert. „Als Ersatz für die Waffenausgaben werden im Jahre 1622 4000 Luntenmusketen bei dem Büchsenschmied Simon Stör in Suhl bestellt, nachdem derselbe bereits im Jahr 1613 im ganzen 3.070 Haken samt 2000 Bandelieren geliefert hat. Die anderen Meister in Suhl, Georg und Valentin Klett, Jakob Sebert und Hans Schlott, beschweren sich allerdings, dass der Stöhr die Lieferung ohne ihr Wissen abgeschlossen habe, und mehr für sich als für das Handwerk handle, auch hätten sie von der Vorausbezahlung von 1000 fl. nichts erhalten. Ein weiterer Kontrakt mit den Büchsenmachern Michael Cramer, Hans Eichhorn, Andreas Begen [Andreas Betz] und Tomas Rütz [Thomas Reitz], sowie den Schäftern Lorenz Wendel, Jacob Breyer [Jacob Brey] und Claus Junge [Nicolaus Jung] vom 23. Januar 1623 erstreckt sich auf die Herstellung von 4000 Musketen aus alten Läufen nach zugegangenem Muster, mit 3 Bänden und mit gutem Eisen zu beschlagen. Das Jahr darauf werden bei Klett in Suhl 500 Musketen mit Feuerschlössern von 2 Lot Kaliber (= 17,9 mm), sowie 1000 Paar Pistolen von 1 Lot Kaliber (= 13,4 mm) bestellt, ausserdem im Jahre 1627: 125 Musketen mit ‚wohlgefiederten starken Feuerschlössern‘ nach der Pleissenburg in Leipzig geliefert... Welche Preise für die Gewehre damals bezahlt wurden, ist aus einer Notiz im ‚Kopialbuche in Kurfürstlichen Zeughaussachen‘ (Haupt-Staats-Archiv Loc. 14 575) zu ersehen. Danach wurden im Jahre 1623 bezahlt: für eine Suhler Muskete mit Feuerschloss und Gabel 5 fl 15 gr., für eine halbe Muskete mit Feuerschloss und Gabel 4 fl 12 gr., für eine ganze Muskete mit Luntenschloss und Gabel 4 fl., für ein Schützenrohr mit Luntenschloss und Gabel 3 fl. 9 gr. - Auf billigere Weise fand im Jahre 1626 ein Gelegenheitskauf statt, indem man in Wittenberg einigen Handelsleuten aus Suhl einen Transport von 5000 Luntenmusketen, Gabeln, Bandeliren und Kugelformen angehalten hatte, weil ihnen der Pass fehlte. Nachdem der Transport dort ein Jahr gelagert, boten die Handelsleute dem Kurfürsten die Hälfte davon für 2 Reichsthaler das Stück an, wenn er die andere Hälfte dafür frei liesse. Trotzdem der Zeugmeister davon abriet, indem man in Suhl zu demselben Preise beschossene Gewehre erhielte, diese aber nicht beschossen, auch die Schäfte von schlechtem Holze seien, so wurden doch im März 1628 2797 Stück derselben für 2 fl das Stück erkauft, doch mussten die Kaufleute für Auspacken und Putzen noch 43 Reiterrüstungen und 6 Kürasse zugeben.“381;

StA Meiningen, GHA, Hennebergica Weimar, Archivalien-Signatur 495, Datierung: 1628: „Befehl an die Regierung in Meiningen wegen Forderungen der Witwe des Hans Saltzmann aus Jena gegen Georg Klett aus Suhl, Vater des Mörders Johann Klett, gewesenen Studenten in Jena, 1 Bl.“374;

Er stiftet 100 Gulden 1625 in Suhl: „In den Heiligenkasten haben legiret“: „100 fl. H. Georg Klett der Elter Ao. 1625. besag des Schulbuchs, davon die Zinßen denen armen Schülern Zu Büchern, Vnd anderm Notturfft angewendet werden solln.“38;

Am 6.12.1637 heiratet sein Sohn in Suhl: „Christianus h. Georgij Kletten Senatoris filiy & Dorothea Caspari Kochen salt. N [in Suhlerneundorf] rel. filia 6. Xbris Ex dispensatione”31;

Tote, Suhl (Hauptkirche), 28.7.1645: “Dn. Georgiy Clettiy Senior atat. suæ 77. ao. vir integerrimy.”31;

[1591 bis 1594 heiraten drei Georg Kletts in Suhl: 1.) Georg Klett, Büchsenhändler in der Hoffnung (Sohn des Büchsenhändlers Valentin Klett), der 1591 Anna, die Tochter des Hammermeisters Johann Kummer im Schlauchgarten und 1601 Elisabeth, die Tochter des Schleusinger Ratsherrn Jobst Streitlein ehelicht, 2.) Georg Klett in der Rüsse (Sohn des Büchsenhändlers Stephan Klett), der 1592 Catharina Kunckel aus Heinrichs, 1604 Margaretha Albrecht aus Suhl, und 1610 Otttilia Keßler aus Schmiedefeld freit, und 3.) Georg Klett, Büchsenmacher (Sohn des Büchsenhändlers Johann Klett), der 1594 Apollonia May, die Tochter des Suhler Ratsherrn Heinrich May heiratet; jeder dieser drei Georg Kletts lässt mind. 10 Kinder in Suhl taufen --> die Unterscheidung ist schwierig, zumal 1613, 1614 und 1618 drei weitere GEORG KLETT in Suhl heiraten!]1;

Ahnenliste der Margaretha Klett († 11.8.1668): “4) Georg Klett, Rohrschmied und Büchsenhändler in Suhl”382;
Spouses
Birth Datebef 157531,1
Birth PlaceSuhl
Death Date24 Apr 160131
Death PlaceSuhl
MotherN (1. Weib des Hans Kummer) (<1558-<1590)
Marr Date24 Nov 159131
Marr PlaceSuhl
ChildrenMaria (∞ Fritz, Müller / Ebert, Schlosser) (1592-1675)
 Valentin (1615 Rohrschmied i.d. Hoffnung) (1594-1679)
 Anna (∞ Krach, Kaufmann u.Senator Suhl) (1595-)
 Georg (1618 Suhl --> Kupferhdlr. Schleus.) (1597-1662)
 Balthasar (SchäfterMstr.Suhl; erschossen) (ermordet) (1599-1626)
Birth Dateca 158031,1
Birth PlaceSchleusingen
Death Date20 Oct 163631
Death PlaceSuhl
Marr Date4 Nov 160131
Marr PlaceSchleusingen
ChildrenHans (1622 Student, Mörder in Jena) (Erwachsenenalter erreicht) (1603-<1628)
 Dorothea (1617 Taufpatin Suhl) (Erwachsenenalter erreicht) (1604-)
 Jost (1607-)
 Georg Ernst (1609-)
 Elisabetha (∞ Wöllner, Amtsschr.Georgenth.) (1611-)
 Ursula (∞ Quast od. Kyrast, Klein Glogau) (verheiratet) (1619-)
Last Modified 23 Dec 2018Created 5 Jan 2022 using Reunion for Macintosh
Da ich ein amerikanisches Ahnenprogramm habe, sind die meisten Eckdaten leider in englisch. Sorry ;-) Aber ich denke, dass man sich trotzdem zurechtfinden kann.