Gressler Ahnentafel
Andre Gressler, Goldlauter


Inhalt
Nachnamen Namensliste (alphabetisch geordnet) Andre-Gressler-Karte Quellenangabe

Tja, was soll ich sagen, 10 Jahre lang geforscht und geforscht - und nun ist diese Seite rausgekommen... Ahnenforschung ist wirklich sehr interessant, aber wenn man vor lauter Ahnenforschung zu nix anderem mehr kommt... Na ja nun isse erstmal "soweit" fertig! 818 direkte Vorfahren habe ich bis jetzt rausgekriegt. Irgendwann mache ich mich auch noch über die Gresslersche Stammlinie...
Es sind nur direkte Ahnen aufgelistet, keine "Verwandten". Es sind alles meine direkten Vorfahren, außer wenn einer meiner Ahnen mehrmals geheiratet hat, dann hat auch diese 2., 3. oder 4. Heirat eine "Familienkarte". Mehr als 4 mal (wie z.B. der Schulmeister Stephan Orban) hat ja keiner geheiratet.

Mein Spitzenahn (der zu frühester Zeit lebende Vorfahr) (Peter Greiner) wurde etwa 1415 im Schwäbischen (Nassau) geboren und bei vielen anderen Linien konnte ich auch meine Vorfahren bis in das 15. Jahrhundert zurück recherchieren.

Berufsmäßig ist wohl fast alles vetreten, was es damals gab, vom Bettler, Köhler, Pfarrer, Schneider, Böttichermacher, Stadtpfeifer und Arzt über den Salinenmeister bis zum Königl. Hofglasmacher. Außer auf die vielen Ratsmitglieder und Schultheißen bin ich besonders auf die Dorfgründer stolz.
Wer 1546 unser Dorf Goldlauter gründete, steht (noch) in den Sternen, da ich aber für das Jahr 1611 (lt. "Einwohnerverzeichnis der Parochie Golldtlautter 1611") bereits 36 der insgesamt 59 Familienoberhäupter als meine direkten Vorfahren ausfindig machen konnte, ist anzunehmen, dass auch 65 Jahre zuvor bei der Dorfgründung meine Vorfahren tüchtig mitgemischt haben.

Über die Gründung Heidersbachs liegen bereits genauere Erkenntnisse vor. Am 8. April 1706 stellte Herzog Wilhelm Moritz von Sachsen-Naumburg eine Urkunde aus, in der der "Anrichtung einer Colonie in Heidersbach" zugestimmt wird: "Wir sind mit dem Bau des Dorfes, das 1/4 Std. von Goldlauter, 1/2 Std. von der neuen Schmiede, 1 Std. von Suhl und 1 Std. von Zella liegt und den Namen Heidersbach bekommen soll, wohl zufrieden". Da die Herzogliche Herrschaft hernach aber befürchtete dass sich die ursprünglichen 6 Gründer von Heidersbach, allesamt Köhler und Holzmacher und ein Schmied, "nur der Freyjahre halber sich nach Heydersbach wenden wollen, um sich auf die faule seite zu legen", wurde streng darauf geachtet, dass das woanders sehr florierende Weber- und Bleicherhandwerk in Heidersbach angesiedelt wurde. Einige dieser herbeigeholten Bleicher und Weber waren Johann Valentin Kobstädt aus Friedrichroda, Andreas Schreiber aus Friedrichroda, Peter Hornschuch aus Großtabarz, Melchior Hill aus Altenburg und Peter Nierergall aus Tabarz, alles meine Opas in 6. und 7. Generation.

Aber jetzt kommt's ! Solch weltbekannte Orte wie
Neuhaus am Rennweg (Hans Müller)
Lauscha (Christoph Müller
und Hans Greiner)
Grumbach (Peter Greiner)
oder Gehlberg (David Schmidt)
wurden von meinen Ur-Ur-Ur-Ur-...-Ur-Opas gegründet!
Allein diese Geschichten würden Bücher füllen...
Einige Informationen zu diesen Dorf- und Stadtgründern können aber aus den jeweiligen Steckbriefen (wenn man auf die entsprechenden Links klickt) entnommen werden.

Übrigens, wenn Sie irgendwas suchen, z.B. einen Ort, in dem meine Urahnen irgendwas angestellt haben, oder irgendwas anderes (also z.B. "Steinach", "unehelich" oder "Schulmeister"), dann geben Sie den Suchbegriff einfach in das nachfolgende Suchfenster ein:
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Einige meiner Ahnen lebten in Wohlstand, andere hatten aber nicht das Glück auf ihrer Seite.

Hexenverfolgung im 17. Jh.:
Zunächst sei hier Kunigunde, die Mutter von Anna Happ genannt, die 1618 als Hexe verbrannt wurde (nicht direkte Linie mit mir, angeheiratet). Dieser werden unter Folter Namen anderer "Teufelsweiber" aus Goldlauter herausgepresst. Eine davon ist Margaretha, das Weib von Hans Weiß (1570-1638). Eine dritte arme Frau und Mutter, die dem Hexenwahn zum Opfer fiel, ist wieder eine Kunigunde. Nachdem Melchior Scholl noch 1607 als Baumeister die Kirche Goldlauter miterrichtete, wird zum Dank dafür sein Weib Kunigunde 1619 ebenfalls als Hexe verbrannt.

Schicksalsschläge: Dass das Schicksal manchmal hart zuschlägt zeigt folgendes: die Tochter Margaretha der armen als Hexe verbrannten Margaretha war grad mal 13 Jahre alt, als ihre Mutter im Gefängnis starb. Wahrscheinlich hatte sie schon öfter mal Pech, denn fortan nennt man sie "Pech-Marth". Sie heiratet 1626 den Sebastian Walther und zeugt den Sohn Hans, der auch wieder "Pech-Hans" genannt wird. Pech hat er aber wirklich, als er 1684 beim Füllen eines brennenden Meilers an der Suhler Leube unversehens in diesen hineinfiel. Er war am ganzen Leibe, selbst in Mund und Hals verbrannt. Obwohl er sich selbst aus dem Feuer des Meilers heraushalf und noch bis zu seinem Hause in Goldlauter gelangte, starb er noch am selbigen Tage.

Nicht grade auf Rosen gebettet war auch Hans Weiß (1627-1682), der mit der "Sauff-Ursel" verheiratet war. Zuerst versäuft sein Weib das Haus, verlässt ihn und seine 7 Kinder, dann darf er als Nicht-Witwer kein andres Weib nehmen und zum Schluss trifft ihn der Schlag in der Dürren Lauter! Aber auch andere wurden arg gebeutelt, wie der einst wohlhabende Fuhrmann Valtin Orban. Er verliert Zeit seines Lebens 236 Pferde und sein ganzes Hab und Gut!

Ein weiterer meiner vielen Hans Weiß-Opas (1657-1721) ist an einer Schlägerei mit Todesfolge beteiligt, bei der er [ca 21.30 Uhr] zusammen mit Matthäus Becher das Wirtshaus verlässt, um andere "Nachtschwärmer" zu attackieren und wobei der zu Hilfe gerufene Lorenz Rondthaler im Tumult seinen Schwager Matthäus Becher aus Versehen ersticht.

Der Fleißigste aus Goldlauter-Heidersbach, was das Kindermachen anbetrifft, war Georg Stockmar mit 20 Kindern. Aber komischerweise fiel von diesem reichen Kindersegen nicht ein einziger Opa und nicht eine einzige Oma für mich ab!!

Johann Gottlieb Hornschuch, der Weber, Bleicher, Mühlenbesitzer und Textilfabrikant aus Heidersbach war mit 17 Kindern aber nicht viel schlechter. Und von diesen war nun auch mal eine Oma für mich dabei ;-)

Der Älteste bisher in Goldlauter Gestorbene war aber mein Ururgroßvater, der "Petersch Emil" (Friedrich Emil Weiß), der 99 Jahre alt wurde (obwohl er immer "Pfäüf gebabbt" hat).
Und weil ich grade bei einem Weiß bin:
Wer schon mal auf meine Musikseite geschaut haben, der wird es wissen: Die meisten Leute hier die heißen "Weiß". Von meinen bisher zusammengetragenen 818 Ahnen haben 159 davon den Nachnamen Weiß!
Interessant ist evtl auch, dass ich bei meiner Ahnensuche über so einiges gestolpert bin. Meistens über verschiedene Leute gleichen Namens. So wurden zwischen 1679 und 1783 (also in knapp etwas über 100 Jahren genau 86 "Johannes Weiss" geboren, von denen allerdings 18 im Kindesalter starben. Die alle auseinanderzuhalten ist schon manchmal ein schwieriges Unterfangen, aber ich denke, dass meine Zuordnungen nun zu mind. 95 % in Ordnung sind. In meiner eigenen Ahneliste tauchen dann ja auch nur 9 "Johannes Weiß" auf. Aber das reicht ja auch...
Wo die WEISS herkommen ist auch noch nicht geklärt. Im Seelenregister von 1611 heißen 6 der insgesamt 59 Familienoberhäupter "Weiß" (bis auf Georg alles meine Vorfahren), aber der alte Blasy heißt "Weyß". So nehme ich an, dass es mindestens 2 Einwanderungslinien dieses Namens gab...

Wie steht es nun mit der Verwandschaft zu den "Großen unseren Ortes"? Unser Dichter Ernst Gebhard Salomon Anschütz (1780-1861) war das erste von 3 Kindern von Johann Heinrich Friedrich Christian Anschütz. Und dessen Vater widerum war Georg Martin Anschütz, Sohn eines Wagners in Waldau b. Schleusingen. Georg Martin Anschütz war von 1753 bis 1780 Pfarrer in Goldlauter. Seine Söhne Johann Georg Salomon, Johann Heinrich Friedrich Christian und Amelius Samuel Gottlieb waren in Wiedersbach geboren, wo er von 1740-1753 Pfarrer war. Der Vater unseres Dichters heiratete 1778 in Zella und die 3 in Goldlauter geborenen Kinder Ernst Gebhard Salomon (geb. 1780), Amalia Louise Caroline (geb. 1784) und Johann Friedrich August (geb. 1791) hatten alle hochrangige Taufpaten, aber nicht mal unter diesen Taufpaten war ein einziger Wopper. Die ganze Pfarrersfamilie des Johann Heinrich Friedrich Christian Anschütz zieht 1806 nach Leipzig, ohne dass die Kinder zuvor in Goldlauter geheiratet hätten. Es ist also kein Goldlauterer mit unserem Dichter verwandt. Schade - eigentlich...

Der berühmte Hofgraveur Johann Christoph Stockmar ist ein Enkel des Goldlauterer Scholles Jacob Orban (1644-1705) gewesen. Dessen Tochter Anna Barbara Orban heiratete am 9.7.1704 den Goldlauterer Kupferstecher Johann Nikolaus Stockmar, um insgesamt 5 Kinder zu zeugen, die allesamt in Goldlauter nicht weiterführend sind. Da Johann Christoph Stockmar bereits 2 Jahre nach seiner Heirat im Alter von nur 28 Jahren verstarb, kann also auch kein Wopper sein direkter Nachkomme sein. Schade - eigentlich...

Die Sage vom Jägerstein: Wer sich mit der Heimatgeschichte des Henneberger Landes oder des Rennsteiges befasst hat, wird sicher schon einmal die "Sage vom Jägerstein" gehört haben, die davon handelt, wie ein Neffe seinen Onkel in der Nähe des Schneekopfes erschießt, weil er denkt es sei ein Hirsch gewesen. Wie an dieser Stelle nicht anders zu vermuten, gebe ich hiermit offiziell bekannt, dass sowohl Schütze als auch der vermeintliche Kapitale Hirsch mit mir verwandt sind!

Die älteste Original-Urkunde betrifft den Verkauf eines Grundstückes von Johann Peter Störmer an seinen Schwager Jacob Orban(1765-1836), der Johann Peters Schwester Catharina Maria Störmer gefreit hat. Die Vorderseite dieser Urkunde kann man sich hier angucken und die Rückseite hier. Die Urkunde datiert vom 12.8.1801, sie ist also mehr als 200 Jahre alt.

So nun geh' ich erst mal ins Bett. Vielleicht mache ich später noch mal ein bisschen an diesen Seiten herum... Gute Nacht!


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